Wassili Grossman, Jochen Hellbeck

Stalingrad

Roman
Cover: Stalingrad
Claassen Verlag, Berlin 2021
ISBN 9783546100137
Gebunden, 1280 Seiten, 35,00 EUR

Klappentext

Aus dem Russischen von Christiane Körner, Maria Rajer und Andreas Weihe. April 1942, der Deutsch-Sowjetische Krieg tobt seit einem Jahr, doch im Hause der Familie Schaposchnikow mag man nicht glauben, dass die deutschen Truppen bis nach Stalingrad vorrücken könnten. Dann aber schlägt die Rote Armee ihre Lager dort auf, und die scheinbar noch ferne Bedrohung ist plötzlich grausame Wirklichkeit. Die zahlreichen engeren und fernen Mitglieder der Familie Schaposchnikow müssen sich mit dem Alltag des Krieges auseinandersetzen. Wassili Grossman entfaltet ein gigantisches Panorama Russlands, seiner Menschen und Landschaften. Nach der Entdeckung von "Leben und Schicksal" kann nun endlich der erste Teil des als Dilogie konzipierten Werkes entdeckt werden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.11.2021

Rezensent Paul Ingendaay ist begeistert von Wassili Grossmans Roman, den er zusammen mit Grossmans "Jahrhundertroman" "Leben und Schicksal" als großartiges Gesellschaftsporträt der Sowjetunion und Epos über den deutsch-sowjetischen Krieg liest. Wie der Autor durch alle Gesellschaftsschichten zeigt, was Totalitarismus und Krieg anrichten, in bestem literarischen Realismus, mit einer weit gespannten Handlung voll unterschiedlichster Schicksale, scheint Ingendaay meisterlich. Besonders gekonnt scheint ihm Grossmans teilnehmende Figurenzeichnung in wenigen Strichen. Dass der Autor sich bisweilen zu einer Feier des einfachen sowjetischen Menschen im Kampf gegen Hitler versteigt, ist für den Rezensenten der einzige Wermutstropfen.
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