Gibt es Bedingungen für ein glückliches Leben? Und wenn es sie gibt, wie lauten sie? Gibt es Grundvoraussetzungen und Maßstäbe guten Handelns? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Lehr- und Lesebuchs zur Ethik, das sich an alle Philosophieinteressierten wendet - an Schüler und Lehrer der Oberstufe ebenso wie an Lehrende und Studierende an Universitäten. Das Buch vereint ausgewählte, zentrale Texte der praktischen Philosophie von Platon bis zur Gegenwart. Sie werden in ihrem je eigenen Argumentationszusammenhang möglichst vollständig wiedergegeben und durch allgemeinverständliche Einleitungen, Bearbeitungsfragen und Antworten eingehend erläutert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.05.2007
Reinhard Brandt zeigt sich von diesem Band mit 26 Texten zur Ethik sehr angetan, nicht zuletzt, weil sie, kluge Fragen aufwerfen, anstatt letztgültige Wahrheiten zu postulieren. Deshalb ist er auch mehr als bereit, den verständlichen Mangel zu übersehen, dass die Texte aus ihrem größeren Zusammenhang herausgenommen wurden und hier neben den, wie der Rezensent lobt, sehr informativen Einführungen isoliert zu lesen sind. Drei Kritikpunkte hat der sonst zufriedene Rezensent aber anzumerken. Er gibt zu bedenken, dass bei der Diskussion der Begriffe "Gut" und "Böse" verschwiegen wird, dass die Griechen keine Vorstellung vom Bösen hatten. Zweitens fehlen Brandt bei den Beiträgen Texte zu den römischen Stoikern wie Cicero und Seneca und schließlich vermisst der Rezensent Texte zur "Angewandten Ethik". Davon abgesehen ist er aber sehr zufrieden, und insbesondere die Einführung des Bandes durch Robert Spaemann preist er als brillant.
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