Was zählen wir eigentlich, wenn wir die Zeit abzählen? Beim Abzählen der Augenblicke addieren wir keine Dinge, sondern zählen die Zeit selbst. Der Epochenwandel wie der Fall der Mauer, die immer kleineren Zeiteinheiten der Informationsgesellschaften und das neue Jahrtausend, lassen die tradierten Formen, die Zeit zu erfassen, zu erfahren und mit ihr umzugehen, als äußerst fragwürdig erscheinen. Aber welche Zeitauffassungen bestimmen statt dessen die Welt? Die Castelgandolfo-Gespräche 1998 gehen aus verschiedenen philosophischen Perspektiven den Fragen nach der Zeit und ihren übergreifenden Strukturen nach. Mit Beiträgen von: Ralf Dahrendorf, Leo Ou-Fan Lee, Bernard Lewis, Krzysztof Michalski, Jaroslav Pelikán, Arlie Russell-Hochschild, Robert Spaemann, Charles Taylor.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.04.2000
Mit leisem Spott vermerkt der Rezensent mit dem Kürzel "rox." in einer Kurzkritik, dass der Band trotz seines Erscheinens in diesem Jahr das Millennium noch ankündigt. Das liege nun mal daran, dass hier die Beiträge eines vom katholischen "Institut für die Wissenschaften vom Menschen" veranstalteten Kolloquiums zusammengefasst seien, das noch vor dem großen Datum abgehalten wurde.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…