Die Arbeit analysiert die Entwicklung des Königsberger Gebietes nach dem Zweiten Weltkrieg anhand der Fragestellung, welche innen- wie außenpolitische Zielsetzung die Sowjetunion mit dem Königsberger Gebiet verfolgte. Der besondere Wert dieser Arbeit besteht in der Verwendung von umfangreichem Aktenmaterial aus Archiven in Kaliningrad und Moskau - bis hin zu Stalins Handakten und sonstigen "Spezial-Fonds".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.01.2002
Als Versuch zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte Königsbergs stellt der Band für Rezensentin Mareile Ahrndt auch einen Beitrag dazu dar, die Zukunft der Region erfolgreich zu gestalten. Der vom Autor angepeilte Einblick in die sowjetische Kaliningrad-Politik bis 1990 scheint zumindest insofern gelungen, als er nachweisen kann, dass es sich bei der Bindung der Stadt an die Sowjetunion mitnichten um einen Kompensationsakt ("als kleine Wiedergutmachung der Deutschen für das Kriegsleid der Sowjetbürger"), sondern "um pures Hegemonialstreben" gehandelt hat. Laut Ahrndt bezeugt das Buch eine "völlig ausgehöhlte Kalinigrad-Politik" und zieht ein "ernüchterndes Resümee". Mehr weiß die Rezensentin leider nicht zu berichten. Nur soviel noch: Das Buch ist nicht redigiert worden. "Manchmal steht der Leser vor abgebrochenen Gedankengängen."
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