Kann eine Nation, die mit dem Bau eines Flughafens überfordert war, wirklich das Weltklima retten? Und lässt sich die Erderwärmung reduzieren, wenn man das Eisfach offen lässt? Mit humoristischer Feder hinterfragt Vince Ebert unseren Ehrgeiz, die Welt zu retten. Klimaforschung ist objektive Wissenschaft. Klimapolitik dagegen ist verhandelbar. Wir tun möglicherweise aus den richtigen Gründen das Falsche. Dass sich unsere Erde erwärmt, ist klar. Fraglich sind die Konsequenzen, die wir ziehen. Könnte die Anpassung an den Klimawandel zielführender sein, als der Versuch, ihn zu verhindern? Was tun, wenn das 1,5-Grad-Ziel nicht zu halten ist? Müssen wir über Kernenergie neu reden? Eberts Plädoyer für eine Debatte ohne Scheuklappen ist überfällig.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2022
Rezensent Mark Fehr lässt sich vom Physiker und Comedian Vince Ebert die Widersprüche der Energiewende erklären und hat Spaß dabei. Dass der Autor weiß, wie sich gute Argumente und Pointen verbinden lassen, kommt dem Buch laut Rezensent zugute. So gelingt Ebert ein Gegennarrativ zur Weltuntergangsrhetorik, meint Fehr, und ein erstaunliches alternatives Plädoyer: Mit dem Klimawandel leben! Anstatt das Klima kontrollieren zu wollen, sollen wir uns an den Klimawandel "anpassen", so der Autor, so Fehr. Wie einseitig die Energiedebatte oft ist, kann Ebert dem Rezensenten überzeugend vermitteln.
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