Mit 120 Abbildungen. Entschlossen, allen Widerständen zum Trotz und voller Leidenschaft verfolgte Paula Becker Ende des 19. Jahrhunderts ihr Ziel, Malerin zu werden. Inspiration fand sie zunächst in der Künstlerkolonie Worpswede, wo sie ihren späteren Mann Otto Modersohn kennenlernte. Ihr künstlerischer Dreh- und Angelpunkt aber war Paris, die damalige Weltstadt der Kunst. In mehreren anregenden Aufenthalten lernte sie dort die aktuelle französische Malerei kennen. Uwe M. Schneede, einer der besten Kenner von Paula Modersohn-Beckers Werk, zeigt in seiner umfassenden Monographie, wie die Künstlerin diese wichtigen Eindrücke in eine eigene Bildsprache umsetzte. Als sie 1907 im Alter von nur 31 Jahren starb, hatte sie mit ihrem bedeutenden Oeuvre die kurze Epoche zwischen dem Alten und dem Neuen, dem 19. und dem 20. Jahrhundert, künstlerisch wesentlich geprägt und den deutschen Avantgarden den Weg geebnet. Heute steht sie paradigmatisch für die erste Generation von selbständigen, mutigen Malerinnen der Moderne.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 20.10.2021
Rezensentin Eva Hepper ist begeistert von Uwe M. Schneedes Monografie über Paula Modersohn-Becker. Der kenntnisreiche Autor vereint wissenschaftlichen Anspruch und lebendigen Stil, schwärmt Hepper. Und er macht Avantgarde erlebbar, indem er den singulären Weg der Malerin in die Moderne nachzeichnet - mit der Erkundung ihrer Paris-Reisen, ihrer vielfältigen Einflüsse und ihrem mühsamen Weg zu einer eigenen avancierten Bildsprache, erklärt Hepper. Die vielen Abbildungen im Band folgen und stützen Schneedes These von der singulären Wegbereiterin Modersohn-Becker, freut sich die Rezensentin.
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