Mit 32, teils farbigen Abbildungen. Paula Modersohn-Becker ist die bahnbrechende Künstlerin auf dem Weg in die Moderne. Rainer Stamm, Leiter des Paula Modersohn-Becker Museums in Bremen, hat ihr Leben anlässlich ihres 100. Todestages nachgezeichnet. Auf der Basis reichen dokumentarischen Materials entsteht das anschauliche Bild einer beeindruckenden Persönlichkeit - auf der Suche nach ihrem eigenen Weg als Frau und Malerin zwischen Worpswede und Paris.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2007
Lobend äußert sich Stefan Koldehoff über die Biografie der Künstlerin Paula Modersohn-Becker, die Reiner Stamm, Leiter des Paula Modersohn-Becker Museums in Bremen, zum hundertsten Todestag der Malerin vorgelegt hat. Die Intention des Autors, Modersohn-Becker wieder als Künstler verständlich zu machen, kann er nur begrüßen, schließlich wurde sie ähnlich wie Frieda Kahlo wegen ihres emanzipierten und ungewöhnlichen Lebens mystifiziert. Koldehoff bescheinigt dem Autor dann auch, Leben und Werk fein zu trennen und beides präzise darzustellen, ohne "unzulässige Verbindungen" zu konstruieren. Wohltuend scheint ihm auch, dass Stamm die Reihe von unkritischen Hagiografien nicht fortsetzt. Gelungen findet er die Einbeziehung von dokumentarischem Material, bekannten wie unpublizierten Quellen. Stamms kluge und sachkundige Auswahl und Verknüpfung von Zeugnissen haben Koldehoff dabei ebenso überzeugt wie die nüchterne und doch engagierte Darstellung und Kommentierung.
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