Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.09.2000
Ilona Lehnart nutzt die Rezension des Buches für ein eingehendes Porträt des Malers. In der Biografie scheinen ihr manche Aspekte des Malerlebens zu kurz gekommen zu sein, die sie jedoch nur sehr zurückhaltend kritisiert. So müsse sich der Leser den Einfluss der Lehrer von Lenbachs auf sein Werk weitgehend selbst zusammenreimen, denn sie blieben in der Darstellung schemenhaft. Außerdem wundert sie sich über den erstaunlichen Mangel an "Modernität" in der Malerei von Lenbachs, den die Autorin anscheinend nicht kommentiert. Des weiteren beschäftige Gedon sich weniger mit den Werken Lenbachs als mit seiner Persönlichkeit, seinen Ehen und ökonomischen Beziehungen. Dies alles ist in einem Sprachgestus beschrieben, den man üblicherweise als "augenzwinkernd" bezeichnet, so die Rezensentin, und der den "Lieblingshelden" der Autorin in den "schützenden Kokon des Humors" einhüllt. Manchmal jedoch werde diese Hülle durchbrochen und dann komme der "liebenswürdige Blender" von Lenbach zum Vorschein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
Die Lenbach-Biografie der Autorin hat ihn nach dem ersten missglückten Satz überrascht durch Sachkenntnis, Gewissenhaftigkeit und gute Lesbarkeit, bekennt Albert von Schirnding. Der aus sehr ärmlichen Verhältnissen stammende Maler, dessen pompöse Atelierräume aber dann am Ende des 19.Jahrhundert schon Münchener Touristenattraktion waren, wurde durch seine Portraits gekrönter und ungekrönter Häupter (Kaiser, Bismarck, Papst und Wagner) zum "Malerfürsten" seiner Zeit, später jedoch kritisch identifiziert mit dem "Schwulst einer epigonalen Epoche". Der Rezensent bemerkt am Ende, dass Lenbachs Stern wieder zu steigen scheint, - was ihn aber nicht weiter bedenklich stimmt.
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