Umberto Eco

Bekenntnisse eines jungen Schriftstellers

Richard Ellmann Lectures in Modern Literature
Cover: Bekenntnisse eines jungen Schriftstellers
Carl Hanser Verlag, München 2011
ISBN 9783446237629
Gebunden, 208 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Burkhart Kroeber. Sein erster Roman "Der Name der Rose" wurde ein Welterfolg. Jetzt, vor seinem achtzigsten Geburtstag, blickt Umberto Eco zurück auf seine Karriere als Theoretiker und Romancier. Warum sind wir zu Tränen gerührt vom Unglück einer Figur? In welchem Sinne "existieren" Anna Karenina, Gregor Samsa und Leopold Bloom? Auf seiner Reise zu den eigenen kreativen Methoden erzählt Eco, wie er seine Romane geschrieben hat: Am Anfang stehen Szenen und Bilder, dann eine Epoche, ein Ort, eine Stimme. Zugleich Mittelalterforscher, Philosoph und Experte für moderne Literatur, beeindruckt Eco vor allem, wenn er sich den Wurzeln der Geschichte zuwendet. Der "junge Schriftsteller" ist heute ein Meister, der über die Kunst des Romans und die Kraft der Worte aus langer Erfahrung spricht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.01.2012

Andreas Kilb würdigt zu seinem heutigen achtzigsten Geburtstag den italienischen Semiotik-Professor, Literaturwissenschaftler und Bestsellerautor Umberto Eco in einer großen Hommage. In seiner Rekapitulation durch dessen Werdegang orientiert sich der Rezensent an seiner vor drei Jahren in Georgia gehaltenen Vorlesungsreihe, die nun in deutscher Übersetzung vorliegt. Denn hier kann man nachlesen, was Ecos Literaturschaffen antreibt: zum einen Erinnerungen und Lektüreerfahrungen aus der Kindheit, zum anderen sein während seiner verschlungenen beruflichen Entwicklung angehäuftes "immenses Wissen der Welt", das sich in seinen so erfolgreichen Werken niederschlägt, erfahren wir. Deshalb sei der Autor so erfolgreich und ihm gebühre zudem das Verdienst, den historischen Roman aus den literarischen Niederungen hervorgeholt und zu neuer Blüte verholfen zu haben, so Kilb emphatisch.

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