Immer mehr Menschen - im globalen Norden und zunehmend auch im globalen Süden - machen sich eine imperiale Lebensweise zu eigen. Sie bedienen sich an den ökologischen und sozialen Ressourcen andernorts, um sich selbst einen hohen Lebensstandard zu sichern. Appelle an einen "grünen Konsum" oder Strategien einer "grünen Ökonomie" ändern daran nichts. Viel grundlegendere Veränderungen sind nötig. Ulrich Brand und Markus Wissen analysieren die Ursachen der imperialen Lebensweise, beleuchten ihre zerstörerischen Wirkungen und zeigen Wege zu ihrer Überwindung auf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2017
Stephan Lessenich empfiehlt das Buch von Ulrich Brand und Markus Wissen. Anhand des SUVs erklären ihm die Autoren, was die "imperiale" Lebensweise ist und wie sie sich in den eigenen Schwanz beißt, weil sie nicht verallgemeinerbar ist, also nicht alle an ihr teilhaben können (s. Umwelt- und allerhand soziale Probleme). Diesen inneren Widerspruch aufgedeckt und die Rolle des allenthalben wuchernden Protektionismus' dabei erläutert zu haben, ist für Lessenich ein Verdienst der Autoren. Prädikat: lesenswert, findet er.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.05.2017
Joachim Hirsch kann das von Ulrich Brand und Markus Wissen verfasste Buch nur jedem empfehlen. Auch wenn die Autoren in ihren Überlegungen zu gesellschaftlichen Wegen aus der imperialen, also Probleme outsourcenden Lebensweise nur vage bleiben, wie er kritisiert, liegt mit dem Band laut Rezensent eine überzeugende, weit ausgreifende und theoretisch wie empirisch gut begründete Analyse und Kritik der kapitalistischen Verhältnisse vor. Wie die Autoren einem grünen Kapitalismus die rote Karte zeigen, findet Hirsch gleichfalls nachvollziehbar.
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