Annie Leonard

The Story of Stuff

Wie wir unsere Erde zumüllen
Cover: The Story of Stuff
Econ Verlag, Berlin 2010
ISBN 9783430200837
Gebunden, 400 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Kaffeebecher, Kekspackungen, Schuhe, Handys, DVDs - unser Alltag besteht aus einer Menge solcher Dinge. Wie entsteht dieses Zeug, wo kommt es her und was machen wir damit, wenn wir es nicht mehr brauchen? Die engagierte Umweltaktivistin Annie Leonard geht diesen Fragen auf anschauliche Weise nach und zeigt die Folgen unserer Wegwerfgesellschaft. Im Laufe ihrer zwanzigjährigen Arbeit für Greenpeace und andere NGOs hat sie viele Fabriken, Bergwerke und Müllkippen besucht. Bei ihrer Arbeit als "toxic traveller" kam sie in 40 Länder. Sie berichtet von Familien in Bangladesch, die auf riesigen Müllhalden leben, oder von Näherinnen in Haiti, die seit Jahren vergeblich um menschenwürdigere Arbeitsbedingungen kämpfen. Ihr Buch zeigt, wie wir diese Verhältnisse ändern können.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.05.2010

Ernst Horst hat Annie Leonards emphatisch vorgetragene Schrift über das globale Müllproblem aufgerüttelt, wenn er auch etwas unschlüssig ist, wie er mit den Erkenntnissen der Autorin umgehen soll. Der Rezensent empfiehlt, sich zunächst Leonards kurze Animation im Internet anzusehen, bei der er das Auftreten der Autorin und die animierten Zeichnungen um einiges mitreißender findet, als im Buch. Der Band versteht sich als Hintergrunddokumentation der Themen, die im Film nur angerissen werden können, erklärt Horst. Er scheint von den fünf Kapiteln, in denen Leonard die Geschichte des Mülls, von den Rohstoffen über die Produktion von Industrieartikeln bis zum erstaunlich frühen Ende der meisten Sachen - denn 99 Prozent werden bereits nach einem halben Jahr als Müll entsorgt, wie er dem Buch entnimmt - durchaus aufgerüttelt. Den missionarischen Eifer, den die Autorin dabei an den Tag legt, kann der Rezensent offensichtlich auch nachvollziehen, nur fragt er sich, wie er als nicht hundertprozentiger Ökoaktivist, dennoch mit einigermaßen ruhigen Gewissen leben kann - das verrät ihm das Buch nämlich nicht.