Ta-Nehisi Coates

We were eight years in power

Eine amerikanische Tragödie
Cover: We were eight years in power
Hanser Berlin, Berlin 2017
ISBN 9783446259102
Gebunden, 416 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Mit Barack Obama sollte die amerikanische Gesellschaft ihren jahrhundertealten Rassismus überwinden. Am Ende seiner Amtszeit zerschlugen sich die Reste dieser Hoffnung mit der Machtübernahme Donald Trumps, den Ta-Nehisi Coates als "Amerikas ersten weißen Präsidenten" bezeichnet: ein Mann, dessen politische Existenz in der Abgrenzung zu Obama besteht. Coates zeichnet ein Porträt der Obama-Ära und ihres Vermächtnisses - ein essenzielles Werk zum Verständnis der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der USA, von einem Autor, dessen eigene Geschichte jener acht Jahre von einem Arbeitsamt in Harlem bis ins Oval Office führte, wo er den Präsidenten interviewte.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.02.2018

Rezensentin Marie Schmidt erfährt aus Ta-Nehisi Coates' von B. Somann-Jung übersetzen Essays über Rasse und Klasse in den Obama-Jahren. Schmidt stellt fest, dass der Autor für seine Analyse einen erweiterten Begriff der "white supremacy" verwendet, der das Überlegenheitsgefühl der Weißen in einer von ihnen dominierten Gesellschaft umfasst, und erhält Beispiele für die materielle Realität struktureller Benachteiligung, etwa auf dem Immobilienmarkt. Die Bewunderung des Autors für die Karrieren der Obamas könnten einem fast neoliberal erscheinen, meint sie. Differenziert wiederum findet sie, wie Coates die besondere Herkunft Obamas (der mit einer weißen Mutter in Hawaii und Indonesien aufwuchs) dafür veranschlagt.