Herausgegeben von Ute Oelmann und Carola Groppe. Der Briefwechsel zwischen Stefan George und Ernst Morwitz erschließt neue Facetten des Dichters und seines Kreises. Sichtbar wird eine ebenbürtige Freundschafts- und Liebesbeziehung zwischen George und dem jungen jüdischen Juristen, der in der Weimarer Republik zu einem hochrangigen Richter aufstieg. Die Briefe zeigen, dass durch Morwitz Jugend und Pädagogik im George-Kreis eine wachsende Bedeutung neben Dichtung und Wissenschaft zukam.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.02.2020
Rezensent Eckhart Grünewald hat große Freude am Studium der Korrespondenz Stefan Georges mit dem viel jüngeren Ernst Morwitz. Die Freude führt er zurück einerseits auf die Leistung der Herausgeberinnen Ute Oelmann und Carola Groppe, andererseits auf die Briefe selbst, die George in ungewöhnlicher emotionaler Intensität zeigen und dem Rezensenten umfassender als vergleichbare Dokumente die Entwicklung des George-Kreises nachvollziehbar machen und die Beziehungen der Kreisler untereinander besser verstehen lassen. Die in den Texten für Grünewald erkennbare zunehmende Vertrautheit zwischen George und Morwitz lässt laut Rezensent allerdings kein Urteil über einen Zusammenhang von Pädagogik und Pädophilie im George-Kreis zu.
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