Der umfangreiche Briefwechsel Marie von Ebner-Eschenbachs mit der Lyrikerin und Übersetzerin Josephine Freiin von Knorr aus den Jahren 1851-1908 dokumentiert die lebenslange Verbindung der beiden Freundinnen, ihre schriftstellerische Existenz und ihr privates und gesellschaftliches Umfeld. Die Bedeutung des Briefwechsels zeigt sich nicht zuletzt darin, dass er ein Jahrzehnt früher einsetzt als die überlieferten Tagebücher von Ebner-Eschenbach.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2017
Rezensentin Daniela Strigl erklärt die Bedeutung des Briefwechsel zwischen Marie von Ebner-Eschenbach und Josephine von Knorr aus den Jahren 1851 - 1908. Um das Bild der Ebner-Eschenbach als vorurteilslose, unangepasste literarische Realistin endlich zu festigen, scheint ihr der Band gut geeignet. Mitunter boshaft und gar nicht katholisch tritt ihr die als Verfasserin von harmlosen Tiergeschichten in Erinnerung gebliebene Frau entgegen. Darüber hinaus vermittelt der Band der Rezensentin einen Eindruck vom literarischen und vom adeligen Leben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Gar nicht so selbstverständlich bei Ebner-Eschenbach, die ihre Spuren gut verwischt hat, staunt Strigl. Die Kommentare, Register, und die Einleitung des Bandes scheinen Strigl weitgehend klug und informativ, von einigen Fehldeutungen abgesehen, meint Strigl.
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