Carl Schmitt verfügt heute über eine so breite und stets wachsende internationale Leserschaft wie kein anderer deutscher Staatsrechtslehrer des vergangenen Jahrhunderts. Sein Werk wird dabei freilich meist isoliert betrachtet und allenfalls auf den staatsrechtlichen Kontext bezogen. Im Mittelpunkt dieses Buches steht dagegen der politische Intellektuelle, der weit über die Grenzen seines Faches hinauswirkte. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Anfangs- und den Endjahren der Weimarer Republik. Während Schmitt in München Strategien zur Zähmung der Revolution entwickelte, setzte er sich in seinen Berliner Jahren (ab 1928) für eine autoritäre Transformation der Verfassung ein, die neben der äußersten Linken auch die äußerste Rechte von der Macht fernhalten sollte. Gestützt auf nachgelassene Korrespondenzen und eine umfassende Auswertung der zeitgenössischen Publizistik gibt das Buch Aufschluß über Schmitts Netzwerk und seine politischen Strategien.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.11.2012
Diesem Buch sei Dank vermag Helmut König nun die Größe und Tragik Carl Schmitts besser zu erkennen. Stefan Breuer nämlich gelingt laut Rezensent die Kontextualisierung Schmitts in der Weimarer Debattengeschichte, konkret während seiner Münchner Jahre 1915-1921, in der Rezeption seiner Schüler gegen Ende der Weimarer Republik sowie durch die bündische Jugend. Für König wird Schmitt hier sichtbar als begriffsstarker Intervenierer in den damaligen Kontroversen über Revolution und Gegenrevolution und als Zeitgenosse von bedeutendem Einfluss.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…