Klappentext

Aus dem Dänischen von Klaus-Jürgen Liedtke.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.03.2017

Sören Ulrik Thomsen liebt "Verse, die über sich selbst nachdenken", wie Rezensent Nico Bleutge, sich seinem Gegenstand anpassend, ausdrückt. In einer gut gemachten neuen Ausgabe, und feinfühlig ins Deutsche übertragen, kann man den jüngsten Gedichten Thomsens nun nachspüren. Ansammlungen von glänzenden Insekten, Gefäße könnten sie sein, oder auch "Zitterspiegel", die die Welt nicht nur reflektieren, sondern in immer neuen Formen, dynamisch und veränderbar zeigen, lesen wir, den schwarzen Hintergrund des Spiegels bilden dabei vermeintlich unscheinbare Orte, Menschen, Begebenheiten, Gegenstände oder Erscheinungen. Thomsens Verse klingen mal ironisch-locker, mal dunkelgold-melancholisch, doch, schränkt der abwägende Rezensent ein, leben sie oft von allzu simplen Gegensatzpaaren - einem Schwarz-Weiß, das ihnen nicht stehen kann.
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