Klappentext

3 Bände im Schuber. Band 1: Georg Johannesen "Ars moriendi". Band 2: Olav Christopher Jenssen "Vita Vita". Band 3: Georg Johannesen "Ars vivendi". Aus dem Norwegischen von Barbara Gentikow. Der norwegische Schriftsteller Georg Johannesen, im Dezember 2005 gestorben, hat 1965 den Band "Ars moriendi" veröffentlicht, später zum besten norwegischen Gedichtband des 20.Jahrhunderts ernannt, und 1999 das Buch "Ars vivendi" publiziert, Zusatz und Kommentar zu "Ars moriendi", wie Johannesen gesagt hat. Mit diesen beiden Büchern hat sich Olav Christopher Jenssen über einen Zeitraum von vielen Jahren beschäftigt und eine große Anzahl von Aquarellen gemalt, die in Band 2 gesammelt sind, malerische Kommentare und Zusätze, Fragen und Antworten des in Berlin lebenden, in Norwegen geborenen Künstlers.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.11.2007

Zwischen den beiden Gedichtbänden, die hier in der deutschen Übersetzung aufeinandertreffen, liegen fast 35 Jahre, fast das ganze Dichterleben des 1931 geborenen, 2005 verstorbenen Georg Johannesen. Gleich bleiben sich der erste und der zweite Zyklus in der strengen äußeren Form, die der Rezensent Thomas Fechner-Smarsly so zusammenfasst: "Siebenmal sieben Gedichte zu dreimal drei Zeilen, sieben Wochen mal sieben Wochentage." Stilistisch sei Johannesen erkennbar an Bertolt Brecht orientiert, dennoch mangele es seiner lakonischen Lyrik keineswegs am eigenen Ton. Der zweite Zyklus gehe im Vergleich zur Knappheit des ersten ein wenig mehr in die Breite - und erstaunlicherweise erscheine der dem Tod gewidmete Teil lebenszugewandter als der auf den Abschied schon eingestimmte, die Kunst des Lebens beschwörende zweite. Großes Lob erhält die Übersetzerin Barbara Gentikow, auch die Illustrationen von Olav Christopher Jenssen haben Fechner-Smarsly gefallen.
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