Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt. Lars Gustafssons Gedichte führen von der Beobachtung der alltäglichen Dinge bis zu den letzten Fragen. So auch in diesem Band, den er kurz vor seinem Tod fertigstellte. Da geht es um das Klappern einer alten Schreibmaschine oder das Lob des schwedischen Sommers. Daneben finden sich philosophische Betrachtungen auf kleinstem Raum: über den Wunsch "zu sehen, wie mein Zimmer aussieht, wenn ich es nicht sehe", die Frage, wie es ist, in der Hölle anzukommen, und was man im Paradies tun darf und was nicht. Gedichte des Abschieds und der Erinnerung, im leichten, typischen Ton Gustafssons geschrieben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.09.2019
Kristina Maidt-Zinke hat nichts gegen Lars Gustafssons Zivilisationskritik, kommt sie doch charmant und altersfrech daher in diesen Gedichten aus dem Nachlass. Die erneute Begegnung mit dem Synästhetiker Gustafsson und seinen Alltagsmotiven, seinem "leichtfüßig gelehrten" Ton führt zu poetischen beziehungsweise fernöstlich anmutenden Wahrheiten, versichert Maidt-Zinke, aber auch zu Sinnlichkeit und Witz. Die "kongeniale" Übersetzung von Verena Reichel hilft dabei, meint die Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.08.2019
Beatrice von Matt liest das letzte Buch von Lars Gustafsson wie eine Autobiografie des Autors. Die laut Rezensentin den Rückzug aus dem aktiven Leben markierenden von Verena Reichel aus dem Schwedischen übertragenen Gedichte führen den Leser unter anderem in Gustavsons Kindheit in den Schären. Die mal nachdenklichen, mal spöttischen Verse über Philosophen, das eigene Wirken oder auch banal scheinende Alltagsgegenstände betören von Matt nicht selten gerade mit dem Unausgesprochenen.
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