Kjell Espmark

De levande har inga gravar. Die Lebenden sind ohne Gräber


Klappentext

Zweisprachige Ausgabe. Aus dem Schwedischen von Klaus-Jürgen Liedtke.
Kjell Espmark, geboren 1930, Lyriker, Romanautor, ist ausgezeichnet worden mit dem Bellman-Preis (für Lyrik) und dem Großen Preis der literarischen Gesellschaft "De Nio". In der Gedichtsammlung 'Die Lebenden sind ohne Gräber' nimmt Espmark in einem großen Zyklus 'Halte mich' Abschied von der gestorbenen Geliebten. In 'Vita Nuova' hingegen schildert er den Beginn einer neuen Liebe. Die Rollengedichte sind teils aus der Perspektive der verstorbenen Frau, teils aus der Perspektive des zurückbleibenden Mannes formuliert. Am Ende des Buches steht das Widmungsgedicht 'Stille' für den beinah verstummten großen schwedischen Dichter Tomas Tranströmer.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.05.2006

Verblüfft schaut Aris Fioretos auf diese Lyrik der "dritten Art" ­ zwischen Vitalität und Vergänglichkeit. Wie sein Zeitgenosse und schwedischer Landsmann Kjell Espmark der Zeit ein Schnippchen schlägt ("unbekannt für Stechuhr und Agenda"), ohne dabei jenseitig zu wirken, hält er für groß. Vermittelt der Dichter doch nichts weniger als die "Gewissheit einer anderen Ordnung" - ­ für Fioretos das "wirklich Revolutionäre" ­ - durch eine deutliche, wenn auch "nicht alphabetische" Sprache. Dass Espmark dabei nicht die Knie zittern, er nicht zum "Sonntagspoeten" wird, verdankt sich laut Fioreto einem "Zug von Unfreiwilligkeit" in der Schrift. Eine "sorgfältig gearbeitete Struktur" bestimmt die Gedichte und, wie Fioretos anerkennend feststellt, Leidenschaft und Erkenntnis halten die Balance. Dem Übersetzer Klaus-Jürgen Liedtke (ein "Schutzengel der schwedischen Lyrik") dankt der Rezensent schließlich ausdrücklich für sein Engagement.
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