Rezensentin Carola Wiemers preist den Reichtum dieser von Klaus-Jürgen Liedtke und Peter Borum besorgten Auswahl mit Gedichten, Prosa und Essays der dänischen Schriftstellerin Inger Christensen. Wiemers begegnet hier nicht nur einer der innovativsten Lyrikerinnen Europas, die ihren lyrischen Kosmos in vorhandene mathematische, sprachliche und biologische Systeme einbettet (etwa, indem sie die Sprache dem Fibonacci-Prinzip folgen lässt), sondern auch einer Erzählerin, die komplexe Erzählstrukturen entwickelt, und eine Essayistin, die eingängig über die musikalische Inspiration ihres Schreibens spricht. Der informative Anhang hätte für Wiemers gern noch umfangreicher sein dürfen, um der deutschen Leserin die Kontexte der Texte noch besser zu erhellen. Die begleitenden Aquarelle von Olav Christopher Jenssen bilden laut Wiemers einen schönen Resonanzboden zu den Texten.
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