Aus dem Russischen von Dorothea Trottenberg. Die Figur des Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen - auch bekannt als Lügenbaron - und seine phantastischen Geschichten faszinieren seit Jahrhunderten. Sofort denken wir an den berühmten Ritt auf der Kanonenkugel oder an seine Wunderbaren Reisen zu Wasser und zu Lande von 1738, die ihn auch nach Russland führen.
Sigismund Krzyzanowski erlaubt sich seine eigenen Freiheiten mit dem Baron. In seinem phantastischen Roman, der in den 1920er Jahren in Berlin, London und Moskau spielt, erzählt er von der Rückkehr Münchhausens.
Der 200 Jahre alte Baron und selbsternannte Philosoph fällt vom Zeiger der Zeit direkt in die Bibliothek von Schloss Trianon ins Jahr 1919, wo er in die Versailler Konferenz gerät. Und noch einmal bricht Münchhausen auf, um als Geheimagent ins Land der Sowjets zu reisen.
Wolfgang Schneider trifft den Baron Münchhausen wieder und dieser auf die Utopie der Sowjetunion der zwanziger Jahre. Sigismund Krzyżanowskis Text taugt laut Schneider zwar nicht als Reportage über die Sowjetrealität und schon gar nicht über die Gräueltaten des Stalinismus, als Mix aus episodischer, anekdotenreicher, zeitkritischer Fantasie und philosophischer Reflexion, die Münchhausen weniger als Aufschneider, denn als auf einer Granate reisenden Mann hintersinniger Paradoxien vorstellt, scheint er Schneider allerdings durchaus zu überzeugen.
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