Klappentext

Aus dem Englischen von Petra Kindler und Hans Christian Oeser. Jack McNulty ist ein Gentleman auf Zeit, ein Ire, der vorübergehend als Offizier im Dienst der britischen Armee steht. Er hat als Ingenieur in Afrika gearbeitet, als Bombenentschärfer in London sein Leben riskiert, den Torpedoangriff eines deutschen U-Boots überlebt und als UN-Beobachter die Unabhängigkeit Ghanas begleitet. Es ist 1957, die britischen Truppen sind endgültig abgezogen, doch Jack zögert seine Abreise hinaus, er "lungert in Afrika herum wie ein abgehalfterter Missionar". Bevor er nach Sligo und zu seinen Kindern zurückkehrt, will er reinen Tisch machen mit seiner Vergangenheit, denn Jack McNulty ist auch ein Feigling, ein Waffenschmuggler, Trinker und Glücksspieler, der seine einst so schöne und geistreiche Frau Mai um Erbe, Gesundheit und Leben gebracht hat. Getrieben von Reue, schreibt Jack seinen Lebensroman, die Geschichte eines Mannes, der sich schuldig gemacht hat, eine Elegie auf eine große, verlorene Liebe.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.07.2017

Die Frage, was eine Seele an eine andere bindet, findet Rezensentin Eva Schäfers in Sebastian Barrys Roman zwar nur gestellt, nicht beantwortet, darüber hinaus aber bietet ihr das Buch noch jede Menge weitere Sog bewirkende Ingredienzien. Cliffhanger etwa oder eine bildstarke Sprache, einen zwischen Irland und Afrika pendelnden, an Jack London erinnernden spannenden Abenteuer-Plot und einen exzessiv saufenden Erzähler. Die literarischen Anspielungen haben Schäfers besonders gut gefallen. Eine strindbergsche Ehegeschichte kommt auch vor, meint sie.
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