Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.08.2001
Hätte die Autorin ihren neuen Roman als Film produziert, schreibt Jochen Zwick, wäre "eine Prozession von aus dem Gleichmass des Lebens herausgebrochenen Storys" dabei rausgekommen. Ach, hätte sie doch! Die Ästhetik des Episodenfilms, die Zwick diesem bunten Reigen von Charakteren und Szenen unterstellt, scheint nämlich in diesem Fall literarisch nicht zu tragen: "der Text verliert rasch an Spannung und zerfällt." Kommt hinzu, dass die Autorin "einige recht schöne und einprägsame Szenen" verpatzt, indem sie etwa "Arztsprache" und "obszönen Gassenjargon" zu verbinden versucht. Fragt der Rezensent: Vaginalpenetration und Ständer - geht das zusammen? Hm.
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