Der Schriftsteller Peter Haff unternimmt eine Reise zu den "Lost Cities of History". Sie führt ihn nach Petra, Muskat, Rangoon, Pagan, Vientiane, Luang Prabang, Angkor Wat, Kathmandu, Lhasa, Ulan Bator und Samarkand.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.07.2001
Diese Neuerscheinung hat - trotz der vielen Reisebücher - durchaus ihre Berechtigung, findet Jochen Zwick. Die Reiseziele seien kenntnisreich ausgewählt, und der Bericht wendet sich offensichtlich an einen anspruchsvollen Kundenkreis. Die im Privatjet unternommene Expedition einer recht betagten Reisegesellschaft durch halb Asien in nur 23 Tagen weist auch allerhand Besonderheiten auf, wie man in Zwicks Rezension erfährt. Wer ausführliche Informationen über die bereisten Orte und Länder erhofft, wird jedoch enttäuscht, schickt der Rezensent voraus. Dafür erfahre man viel über die skurilen Verhaltensweisen und grotesken Gewohnheiten des gewöhnlichen Luxustouristen, verrät Zwick. Aber auch die Einheimischen der bereisten Länder sehe der Autor mit kritischem Blick. Wahre Höhepunkte der Reise seien für den Autor die Momente "mythischer Versunkenheit", die er z.B. auf dem Rücken eines Elefanten empfinde. Die Beschreibung dieser erhabenen Augenblicke werde jedoch ironisch gebrochen und mit kultiviertem Small Talk versetzt. Auf diese Weise sei Haff ein gepflegtes, gelassenes Buch gelungen, dass lediglich durch den Hang des Autors zur selbstverliebten Pose beeinträchtigt werde, findet der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 12.04.2001
Den Reisebericht des Schweizer Romanautors und Malers Peter Haff kann Jörg Plath so gar nicht in ein wohlbekanntes Raster packen. Weder gehört er in die seichte Ecke touristischer Lektüre noch in die Adventure-Ecke der Survival-Trips. Haff reiste mit seiner Frau ganz bequem in einem Privatjet für viel Geld und gut ausgestattet und abgesichert in 23 Tagen zu den großen Stätten der Weltkultur, berichtet der Rezensent. Das klingt erstmal etwas abgeschmackt. Kulturelles Fast Food eben. Aber Plath konnte den Schilderungen des Autors trotzdem etwas abgewinnen. So seinen Versuchen, dem touristisch wohlkalkulierten Programm zu entrinnen und Stunden der Muße zu finden. Plath hält sich mit einer Kritik deutlich zurück. Haffs Buch scheint er besser gefunden zu haben, als er zunächst angenommen hatte. Aber bleibende Bilder hat es bei ihm nicht hinterlassen.
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