Sahra Wagenknecht

Freiheit statt Kapitalismus

Wie wir zu mehr Arbeit, Innovation und Gerechtigkeit kommen
Cover: Freiheit statt Kapitalismus
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2011
ISBN 9783821865461
Gebunden, 366 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Sahra Wagenknecht nimmt Ludwig Erhard beim Wort: Wohlstand für alle! In ihrer Analyse entwirft sie ein Zukunftsmodell, das dort weiterdenkt, wo die meisten Marktwirtschaftler auf halbem Wege stehen bleiben. Ebenso wie die Marktwirtschaft sozial wird, wenn man sie vom Kapitalismus befreit, wird Sozialismus kreativ, wenn man ihn von der Planwirtschaft erlöst. Schon lange sind nicht mehr Wettbewerb oder gar Leistung die zentralen Merkmale und Perspektiven unserer Wirtschaft, sagt Sahra Wagenknecht. Der Kapitalismus hat seine Produktivität und Kreativität verloren. Wenn Ökonomie die Kunst des Anreizesetzens ist, wirken heute die falschen, denn sie belohnen abstrakte Renditeziele und Jobvernichtung statt Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen, Umweltschonung und Unternehmenswachstum.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.06.2012

Fast hätte Peter Gauweiler die Autorin einer der großen Volksparteien zugeordnet. Allerdings gibt es bei aller von Gauweiler voller Überraschung festgestellten Sympathie der einstigen Stalinistin Sahra Wagenknecht mit der frühen Bundesrepublik, ihrem sozial- und wohlfahrtsstaatlichen Vermögen, doch auch Punkte, wo der rezensierende CSU-Mann widersprechen muss. Gegen die von Wagenknecht vorgeschlagene flächendeckende Enteignung deutscher Familienunternehmen erhebt Gauweiler das Wort. Respektvoll aber angesichts der faktenreichen, klaren Sprache des Buches und einer Autorin, die nicht mogelt - eine echte Seltenheit bei öffentlichen Personen, findet Gauweiler.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2011

Nach dieser Geisterbahnfahrt mit Sahra Wagenknecht, vorbei an der Hydra der Finanzhaie und der Fratze der Shareholder-Values, fühlt sich Mechthild Küpper wie nach einer Stunde Bildzeitungslektüre. Agitprop der schlimmsten Art, urteilt sie. Dass die Wagenknecht dabei so unglaublich unpolitisch argumentierend auftritt und dafür lieber mit einem disparaten Layout nervt, verwundert die Rezesentin dann doch. Den Weg in die lichte Zukunft eines wettbewerbsorientierten, kreativen Sozialismus kann man sich schlichter jedenfalls nicht zusammenbasteln, findet Küpper. Zweierlei vermisst sie allerdings in diesem Panorama: Menschen und Mehrheiten.

Beliebte Bücher

Robert Seethaler. Die Straße - Roman . Claassen Verlag, Berlin, 2026.Robert Seethaler: Die Straße
Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…
Ben Lerner. Transkription - Roman. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Ben Lerner: Transkription
Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,…
Lukas Rietzschel. Sanditz - Roman . dtv, München, 2026.Lukas Rietzschel: Sanditz
Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,…
Karl Ove Knausgard. Arendal - Roman. Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Karl Ove Knausgard: Arendal
Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…