Romain Puertolas

Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte

Roman
Cover: Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2014
ISBN 9783100003959
Gebunden, 304 Seiten, 16,99 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel. Ayarajmushee Dikku Pradash, charmanter Hochstapler in Turban und Seide sowie Träger eines Schnurrbarts beträchtlicher Größe, fliegt eines Tages aus Indien nach Paris. Er ist von Beruf Fakir und möchte sich bei Ikea ein brandneues Nagelbett zulegen: Modell Likstupiksta, schwedische Kiefer, 15 000 Nägel, Farbe: Puma-rot. Kaum am Flughafen angekommen, handelt er sich Ärger mit einem Taxifahrer ein, verliebt sich im Ikea-Bistro in die schöne Französin Marie, nistet sich über Nacht im Möbellager ein und versteckt sich in einem Ikea-Schrank. Prompt gerät er in diesem Schrank auf eine Reise, auf der er illegale Einwanderer aus Afrika und eine mondäne Schauspielerin trifft, die seinen Blick auf die Welt verändern. Über England, Barcelona, Rom und Tripolis gelangt er schließlich zurück nach Paris...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 24.07.2014

Das einzig faszinierende an Romain Puértolas Bestseller "Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte" ist für Andreas Schäfer, wie der Autor es geschafft hat, diesem Buch, das eher "durchdämmert" als gelesen werden will, diesem "Roman für den Halbschläfer" der modernen Gesellschaft, wie der Rezensent wettert, auch noch als "Kommentar zu den Problemen der Gegenwart" zu verkaufen. Nur ganz selten spielt Puértolas einmal mit gängigen Klischees, erklärt Schäfer, die meiste Zeit reiht er sie einfach aneinander. Die Geschichte: Fakir Ayarajmushee möchte in einer Pariser Ikea-Filiale ein neues Nagelbrett kaufen, verbringt die Nacht dort in einem Schrank, mit dem er versehentlich Richtung London verschifft wird, fasst der Rezensent zusammen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.06.2014

"Geistreich ist das Gegenteil von blöd", so schließt Sabina Vogel ihre durchaus lobende Besprechung von Romain Puértolas' Debütroman "Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte". Der Titel, meint Vogel, verrät schon einiges über die skurrile Handlung: Ein indischer Fakir reist mit einem gefäschten Hundert-Euro-Schein nach Paris, um dort bei IKEA ein Nagelbett zu kaufen, doch verläuft die Reise nicht ganz so wie geplant. Eine Odyssee, bei der keine Volte ausgespart wurde - was die Rezensentin keineswegs wundert und sie sehr verzückt - folgt. Vogel rät, um herauszufinden wie die Geschichte endet, einen Liegestuhl, in dem man sich sowohl dem Esprit Puértolas' als auch der Wortakrobatik der Übersetzung durch Hinrich Schmidt-Henkel hingeben kann.
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