Laura Claridge

Tamara de Lempicka

Ein Leben für Dekor und Dekadenz. Biografie
Cover: Tamara de Lempicka
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 9783100108166
Gebunden, 512 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Irmengard Gabler. "Ikone des Art Deco", "Göttin des Autozeitalters mit den stahlharten Augen": die Namen, die Zeitgenossen und Nachgeborene für die exzentrische Polin Tamara de Lempicka gefunden haben, bezeugen die außerordentliche Wirkung einer faszinierenden Künstlergestalt und eines unverwechselbaren schöpferischen Werkes. Geboren gegen Ende des 19. Jahrhunderts, war die Lempicka auf der Flucht vor der russischen Oktoberrevolution nach Paris gekommen, wo sie rasch als Malerin Fuß fassen und in dem Jahrzehnt zwischen 1925 und 1935 die größten künstlerischen Erfolge ihres Lebens feiern konnte. Berühmt wurde sie vor allem wegen ihrer glamourösen, eine kühl-erotische Eleganz ausstrahlenden Porträts von zahlreichen Persönlichkeiten der vornehmen Gesellschaft.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.07.2002

Lange bevor die Kunst der spielerischen Selbsterfindung und Selbstinszenierung zum Klischee der Postmoderne wurde, beherrschte die polnischstämmige Malerin Tamara de Lempicka (1895-1980) dieses Metier bravourös, berichtet Rezensent Jörg Häntzschel. Dabei hatte Tamara Ausschmückungen gar nicht nötig, meint Häntzschel, durchlebte sie doch sämtliche Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts. Die amerikanische Kunsthistorikerin Laura Claridge hat sich Tamara de Lempicka nun mit einer Biografie genähert, über die man von Häntzschel allerdings nicht allzuviel erfährt; er begnügt sich im wesentlichen damit, das bewegte Leben de Lempickas nachzuerzählen. Seines Erachtens hat sich Claridge durch das dichte Geflecht von Tatsachen, Klatsch und Legenden, das Tamara de Lempickas Leben umrankte, mit "Akribie", aber ohne "ironische Distanz" gearbeitet. Nicht Enthüllung sei ihre Methode, fasst Häntzschel Claridges Herangehensweise zusammen, "sondern ein close reading von Fakten und Fiktionen, die etwa gleichen Anteil am Phänomen 'Tamara' haben".
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