Laetitia Colombani

Das Haus der Frauen

Roman
Cover: Das Haus der Frauen
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2020
ISBN 9783103900033
Gebunden, 256 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Claudia Marquardt. In Paris steht ein Haus, das allen Frauen dieser Welt Zuflucht bietet. Auch der erfolgreichen Anwältin Solène, die nach einem Zusammenbruch ihr Leben in Frage stellt. Im "Haus der Frauen" schreibt sie nun im Auftrag der Bewohnerinnen Briefe - an die Ausländerbehörde, den zurückgelassenen Sohn in Guinea, den Geliebten - und erfährt das Glück des Zusammenhalts und die Magie dieses Hauses. Weil Solène anderen hilft, hat ihr Leben wieder einen Sinn. Doch wer war die Frau, die vor hundert Jahren allen Widerständen zum Trotz diesen Schutzort schuf? Solène beschließt, die Geschichte der Begründerin Blanche Peyron aufzuschreiben. Ein ergreifender Roman über mutige Frauen und ein Plädoyer für mehr Solidarität.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.02.2020

Rezensentin Petra Pluwatsch lernt im zweiten Roman von Laetitia Colombani, Nachfolger ihres gefeierten Debüts "Der Zopf", viel über Frauenschicksale. Der Roman kombiniert die Geschichte von Blanche Peyron, die 1926 in Paris den "Palais de la Femme" für bedürftige Frauen gründete, mit einer in der Gegenwart angesiedelten Erzählung von einer psychisch angeschlagenen Anwältin, die durch ihre ehrenamtliche Arbeit im Frauenhaus wieder stabilisiert werden soll und dort eine ihr fremde Welt kennenlernt. Dabei beschreibe Colombani in "schörkelloser" Sprache, aber "eindringlich" den Alltag im Frauenhaus, so Pluwatsch, der von Konflikten und Ausbrüchen geprägt ist - leben möchte die Rezensentin dort daher keinesfalls, versteht nach der Lektüre aber doch besser, wie Frauen in derartige "Strudel" von Armut und Gewalt geraten könnten, schließt sie.

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