Ralf Husmann

Nicht mein Tag

Roman
Cover: Nicht mein Tag
Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN 9783502110385
Kartoniert, 334 Seiten, 13,90 EUR

Klappentext

Till Reiners ist einer, der so ist wie alle und bislang hat er das für etwas Positives gehalten. Da wo Till ist, ist es nicht trendy. Schon sein Name ist nicht hip, und dann wohnt er auch noch am Rande des Ruhrgebiets und trägt einen Seitenscheitel. Er hat eine Frau und ein Kind und ein Leben wie eine Tatort-Folge: ziemlich deutsch, mäßig spannend, mit wenig Sex, und man ahnt nach der Hälfte, wie es ausgehen wird. Bis Nappo auftaucht, ein Kerl mit einer Tätowierung, einer Sporttasche und einer echten Waffe. Plötzlich ist alles anders: Ein Kaninchen stirbt, ein Mann wird zusammengeschlagen, ein unflotter Dreier findet statt und Bruce Springsteen spielt dazu. Außerdem fehlen der Dresdner Bank 30 000 Euro. Und Till Reiners ist auch nicht mehr, was er mal war ...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2008

Selbst zu dieser Jahreszeit funktioniert der Erstlingsroman von Ralf Husmann als "solide Sommerkomödie", freut sich Ariane Breyer. Die nach Maßgabe von Murphys Gesetzen sich entwickelnde, "filmisch erzählte" Ganoven-Geschichte über einen unversehens ins Abenteuer eines dilettantisch ausgeführten Raubzuges verwickelten Biedermann, nennt Breyer eine "humoristische Glanzleistung". Dass Husmann trotz aller Freude am Missgeschick und an Klischees dem Klamauk und der Häme seinen Figuren gegenüber entsagt, rechnet die Rezensentin ihm hoch an. Den allzu traditionell rührigen Schluss verzeiht sie dem Autor da gerne.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 12.07.2008

Etwas verwundert fragt sich Rezensent David Denk, ob all die Käufer dieses Bestsellers das Buch auch gelesen haben. So recht begreift er dessen Erfolg nicht. Kein Witz, kein Tempo. Langweiliges Thema. Ein Held, der seine Leser mit Sexismus, Selbstmitleid und blöden Sprüchen nervt. Auch die Banane auf dem Cover weiß unser Rezensent nicht so recht in den thematischen Zusammenhang des Buchs einzuordnen (das Verhältnis der Geschlechter zueinander) und zeigt sich auch über manch verquirlten Satz des Buches verstört. "Zuschüttung mit philosophisch verbrämtem Gedankenmüll, nein Danke!" ruft der Rezensent schließlich mit Empörung aus und wünscht sich demnächst Besseres auf der Spiegel-Bestsellerliste.
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