Orkun Ertener

Lebt

Roman
Cover: Lebt
Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2014
ISBN 9783651013674
Gebunden, 640 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Während der Arbeit an der Autobiographie der prominenten Schauspielerin Anna Roth wird Ghostwriter Can Evinman auf schockierende Weise mit seiner eigenen Lebensgeschichte konfrontiert: Seine Eltern, die vor fünfunddreißig Jahren bei einem Unfall ums Leben kamen und ihn als achtjähriges Kind traumatisiert zurückließen, scheinen in Wahrheit einem Verbrechen zum Opfer gefallen zu sein. Einem Verbrechen, das auch in Anna Roths Familie tiefe Wunden geschlagen hat. Gemeinsam versuchen Can und Anna herauszufinden, was wirklich passiert ist, und stoßen in Thessaloniki auf ein einzigartiges Kapitel der jüdischen Geschichte im 17. Jahrhundert, das bedrohlich bis in die Gegenwart reicht und eng mit dem Schicksal ihrer beider Familien verknüpft ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.01.2015

Sylvia Staude hätte sich gewünscht, dass Orkun Ertener sich für sein Romandebüt "Lebt" etwas mehr am Mut zur Auslassung orientiert hätte, den er als Autor der TV-Serie "KDD - Kriminaldauerdienst" unter Beweis gestellt hat, so die Rezensentin. Denn nach einem gelungenen Auftakt, der den jungen jüdisch-türkischen Ghostwriter Can Evinman und die Schauspielerin Anna Roth einführt, deren (Auto-)Biografie er schreiben soll, lässt Ertener die Handlung in einer übermäßigen Fülle von historischen Details versanden, bedauert Staude.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2014

Spätestens nach diesem Buch traut Hannes Hintermeier dem Autor einen spannenden Thriller zu. Was Orkun Ertener fürs Fernsehen nicht schreiben durfte, schreibt er jetzt in diesen voluminösen Roman, erklärt Hintermeier. Die Handlung (eine Ghostwritergeschichte) lehrt den Rezensenten eine Menge über das sephardische Judentum und die Geschichte Thessalonikis, wo Ertener wesentliche Teile des Buches spielen lässt. Die lange, gründliche Recherche schlägt sich hier nieder, erklärt der Rezensent, ohne die Handlung zu überfrachten. Dafür, so Hintermeier, wie auch für die nötige Spannung, sorgt Erteners routiniertes Erzähltalent.
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