Raimund Schulz führt uns in eine Welt, die im Krieg geboren wurde und für den Krieg lebte. 1000 Jahre Kriegsgeschichte, die den Zusammenhang von Herrschaftswandel und seinen militärischen Grundlagen in der Antike erstmals umfassend darstellt. Was waren das für Menschen, die sich jedes Jahr die Rüstung anlegten und dem Tod ins Auge sahen? Wie verliefen genau Schlachten in der Antike, und wie beeinflussten sie die große Politik? Der Autor revidiert uns vertraute Mythen: Nicht Sparta, sondern die Athener Demokratie war der aggressivste Staat der griechischen Welt. Marathon und Salamis waren keineswegs rauschende Siege, sondern glückliche Abwehrerfolge gegen einen nach wie vor überlegenen Gegner. Und Alexander gewann seine Schlachten nicht, weil er ein Genie war, sondern weil er die politischen Schwächen der Perser nutzte. Selbst das Christentum konnte sich am Ende der Antike der kriegerischen Realität nicht entziehen und erkannte im Sieg auf dem Schlachtfeld den Inbegriff des menschlichen Erfolgs auf Erden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.12.2012
Endlich macht die Geschichtswissenschaft wieder Ernst, freut sich Thomas Speckmann angesichts dieser Militärgeschichte der Antike aus der Feder des Bielefelder Althistorikers Raimund Schulz. Dass der Autor nicht der Verlockung einer klassischen Geschichtsschreibung großer Männer erliegt, rechnet ihm der Rezensent hoch an. Die Schlachten und Kriege von Achill bis Attila in Schulzens an neuzeitlichen Überblicksdarstellungen orientierter Analyse stehen dem Rezensenten, so geordnet nach geografischen Großräumen und Waffentechniken, klar vor Augen. Den Prozess der "Verreiterung" in der asiatischen Steppe versteht er und die Bedingung der Bezugsgrößen des Krieges untereinander, auch wenn sich daraus keine Regeln ableiten lassen, wie Speckmann einräumt. Das Buch hält er für ein neues Standardwerk.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.12.2012
Gute Idee, findet Stephan Speicher, wenn Raimund Schulz sich daranmacht, die einschlägigen Quellen zu Kriegen über 1200 Jahre in Bezug auf die militärische pragmatisch hin zu untersuchen. Auf 600 Seiten ist das allerdings nur möglich als Darstellung der Knotenpunkte längerer Prozesse und Entwicklungen, zitiert Speicher den vorsichtigen Autor. Was er dann liest, erscheint Speicher allerdings doch zu detailreich, immer wieder zieht ihn der Autor in Gefechte und Schlachten, vermittelt, wie Hannibal plante, auch der Eindruck von Gewalt und Brutalität erreicht den Rezensenten und die vage Ahnung, wozu all das Schlachten gewesen sein könnte. Allein, gänzlich überzeugt scheint er nicht, von der Notwendigkeit des Krieges und vom Buch.
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