Herausgegeben von Dietrich Beyrau, Michael Hochgeschwender und Dieter Langewiesche. Der Krieg und die Gestalten, die er annimmt, sind im Laufe der Geschichte stetem Wandel unterworfen gewesen. Sie sind es noch. Rund 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, dem ersten wirklich weltumspannenden Staatenkrieg der Menschheitsgeschichte, von dem viele glauben möchten, er sei auch der letzte gewesen, wird in der Öffentlichkeit und in der Wissenschaft zunehmend über neue "asymmetrische" Kriege gesprochen, wie sie an verschiedenen Stellen des Globus geführt werden. Unterscheiden sich diese "neuen Kriege" von den Kriegen früherer Jahrhunderte? Wenn ja, worin? Oder wiederholen sie nur frühere Kriegsformen in moderner Gestalt? Ist nur das Reden über die Kriege neu, sie selbst sind es nicht?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.02.2008
Thomas Speckmann preist diesen Sammelband über die Kriegsführung von der Antike bis in die Gegenwart als hervorragend und stellt fest, dass die heute als "neu" empfundenen Kriegsformen schon in der Antike praktiziert wurden. So stelle der Althistoriker Martin Zimmermann überzeugend heraus, dass es bereits im 8. Jahrhundert vor Christus staatliche Versuche gab, das Kriegsmonopol für sich zu beanspruchen - ohne Erfolg. Der Mediävist Hans-Henning Kortüm weist dann auch für das Mittelalter nach, dass es so gut wie keine neuartigen Kriegsformen in der Neuzeit gab. Der Historiker Frank Göse untersucht die Praxis der "Kabinettkriege" des Ancien Regime, die entgegen ihrem Ruf alles andere als schonend für die Zivilbevölkerung waren, wie Speckmann wissen lässt. Er ist begeistert von den erhellenden Aufsätzen und lobt den Sammelband als sehr gelungenen "Überblick" über verschiedene Arten Krieg zu führen.
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