Aus dem Amerikanischen von Wolfgang Seidel. Menschen und Medien in unserer Umgebung überfluten uns täglich mit Gedanken und Wissen. Wer bestimmt aber, was ich denke und meine? Wir selbst oder andere? Und wie erkennen wir Irrtümer und Manipulationen? Anhand verblüffender Beispiele aus dem Alltag zeigen Steven Sloman und Philip Fernbach, wie Denken funktioniert: Der Schlüssel zu unserem geistigen Horizont liegt in der sozialen Natur menschlicher Kognition. Die beiden renommierten Wissenschaftler geben erstaunliche Einblicke in das Wechselspiel von Gehirn und Umwelt und schildern anschaulich, wie wir uns permanent zwischen Wissen und Wissensillusion durchs Leben bewegen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.2019
Rezensentin Manuela Lenzen wird sich ihrer Wissenslücken und der Gefährdung durch Scharlatane bewusst mit dem Buch der Kognitionswissenschaftler Steven Sloman und Philip Fernbach. Die Autoren führen sie durch die Basics ihres Wissensgebiets und erklären, wieso unser Leben trotz erschreckender individueller Unkenntnis so relativ reibungslos läuft. Über die Grenzen des Wissens, die Ökonomie des Denkens und Schwarmintelligenz erfährt Lenzen auf unterhaltsame Weise Wissenswertes, wenngleich nicht unbedingt Neues. Oder doch?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 26.06.2019
Rezensentin Franziska Schubert ist erleichtert. Eine gemeine Superintelligenz ist laut Meinung der Kognitionswissenschaftler Steven Sloman und Philip Fernbach erst einmal nicht zu erwarten. Und auch unser prinzipielles Nichtwissen ist (abgesehen von der Gefahr der Manipulation!) gar nicht so schlimm, lernt die Rezensentin, beruht unsere Lebenskompetenz doch vor allem auf der Fähigkeit, sich Illusionen zu machen, Strukturen zu erkennen, zu verallgemeinern und im übrigen kollektiv zu denken und zu handeln. Puh, Schwein gehabt!
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