Aus dem Amerikanischen von Susanne Held. Sie steigen in einen Aufzug, mit dem Sie noch nie zuvor gefahren sind. Wissen Sie, was Sie tun müssen, um nach oben zu kommen? Natürlich und der Grund dafür sind die Analogien: Der Aufzug funktioniert wie alle anderen Aufzüge. Alles, was wir wissen, setzen wir in Beziehungen und schaffen es dadurch, Ähnlichkeiten zu entdecken, uns im Chaos der Welt zurechtzufinden. Diese Ähnlichkeiten machen wir uns täglich und meist ganz unbewusst im Umgang mit Neuem und Fremdem zunutze. Wie dieses Feuerwerk des Denkens "funktioniert", das zeigen Douglas Hofstadter, brillanter Autor und Pulitzer-Preisträger, und der Psychologe Emmanuel Sander. Sie nehmen uns mit auf eine abenteuerliche Reise in die Welt der Sprache und des Geistes und sie zeigen uns, warum Gedanken ohne Einfluss der Vergangenheit undenkbar sind.
Ein wenig unbefriedigt lässt dieses Buch zur menschlichen Intelligenz die Rezensentin Katharina Granzin. Wenn die Kognitionswissenschaftler Douglas Hofstadter und Emmanuel Sander das Denken als die Fähigkeit, Analogien zu ziehen, findet sie das sehr interessant, denn das beinhaltet auch die Fähigkeit, den Kern einer Sache unabhängig von ihrer Oberfläche zu unterschieden. Gür Granzin ein überzeugender Unterschied zur künstlichen Intelligenz. Auch die Leistung der Übersetzerin Susanne Held, die viele Beispiele dem deutschen Erfahrungsschatz angeglichen hat, schätzt die Rezensentin sehr. Bedauerlich findet Granzin aber, dass die beiden Wissenschaftler so wenig literarisches Verständnis aufweisen und deswegen nur mathematisch-logische Analogien kennen, aber keine bildlichen, der ganze Bereich der Metaphorik also außen vor bleibt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.04.2014
Auch wenn er nicht mit allem einverstanden ist, was die beiden Autoren hier über die Analogie als Grundprinzip des menschlichen Denkens schreiben, so macht Rezensent Günter Hack doch sehr deutlich, wie ernstzunehmend der Physiker Douglas Hofstadter und der Psychologe Emmanuel Sander als Wissenschaftler sind. Darüber könnte man sich nämlich täuschen, wenn man ihr gut verständliches Buch liest, das ganz ohne Jargon und mit vielen anschaulichen, manchmal auch etwas ermüdenden Beispielen arbeitet. Doch imponieren Hofstadter und Sander dem Rezensenten sehr, wenn sie Erkenntnis vor allem mit Analogiebildung erklären, vom kleinkindlichen Lernprozessen über schlichte Parabeln bis zur formalen Logik. Hack weiß, dass diese kognitive Strategie auch ihre Tücken hat, deswegen findet er das Plädoyer umso wichtiger, mit Begrifflichkeiten und Erfahrungen sorgsam umzugehen, die schließlich das Reservoir für Analogien bilden.
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