Cindy Wittke

Frieden verhandeln im Krieg

Russlands Krieg, Chancen auf Frieden und die Kunst des Verhandelns
Cover: Frieden verhandeln im Krieg
Quadriga Verlag, Köln 2024
ISBN 9783869951478
Gebunden, 240 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

In diesem Punkt sind sich fast alle in der westlichen Welt einig: Wir brauchen dringend Frieden in Europa. Aber wie kommen wir überhaupt an den Verhandlungstisch mit Russland? Welche Herausforderungen stellen sich dabei vor allem für die Ukraine als Opfer des russischen Angriffskriegs? Die Antworten auf diese Fragen betreffen Millionen von Menschen. Basierend auf langjährigen Forschungen beschreibt Cindy Wittke, unter welchen Bedingungen die Ukraine und Russland erfolgreich in Verhandlungen treten könnten. Und wie daraus ein dauerhafter Friedensschluss entstehen kann.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 24.02.2025

Für Rezensentin Susanne Billig ist diese Analyse der Osteuropaexpertin Cindy Wittke höchst relevant: Sie widmet sich der "komplexen Geschichte der Territorialkonflikte" in in Transnistrien (Moldau), Abchasien und Südossetien (Georgien), Bergkarabach (Aserbeidschan) und Teilen der Ukraine, erklärt die Kritikerin. Wittke schlüsselt auch die Rolle Russlands auf, das sich immer wieder als vermeintlicher Vermittler hervortat und dabei genau das Gegenteil tat. Außerdem und erinnert die Autorin daran, dass Friedensverhandlungen stets "langwierige Prozesse" sind und warnt vor einem hastigen, vermeintlichen Friedensschluss. Wittke lobt den Zehn-Punkte-Plan Selesnkyjs, der auf Allianzen, Truppenabzüge und nukleare Sicherheit setzt, betont aber auch, dass es jetzt auf den Einfluss Chinas ankommt - Illusionen macht sich die Autorin derweil nicht, so Billig. Dass es aufgrund der schwierigen Umstände lediglich zu einem "schmutzigen Frieden" kommen könnte, hält sie durchaus für möglich.