Illustrationen von Klaas Verplancke. Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf. Svens größter Traum ist es, eines Tages bei der Tour de France mitzufahren. Er will unbedingt das Trikot mit den roten Punkten erstreiten, das Trikot des besten Kletterers am Berg. Mit Martin, der in seine Klasse geht, hat Sven nicht viel gemein, weil der immer in olivegrünen Klamotten rumläuft und auch nichts anderes als Waffen und Krieg spielen im Kopf hat. Seltsam, dass Martin ihn eines Morgens zu sich zum Spielen einlädt. Eigentlich hat Sven keine Lust, und wenn er ganz ehrlich ist, fürchtet er sich auch ein wenig vor Martin. Aber weil Martin hinter dem Berg wohnt, muss Sven einfach dorthin radeln ? das ist einfach eine Herausforderung. Dort lernt er nicht nur Martins schweigsame Schwester kennen, sondern hört auch Geschichten über den sonderbaren Onkel Frank. Doch am Ende weiß Sven, was er will.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.07.2000
Annemarie Schickert gibt in ihrer Rezension zunächst in knapper Form den Inhalt der Geschichte wieder, in der ein Junge für eine spätere Teilnahme bei der Tour de France träumt und alles dafür tut, um seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Doch vor allem hapert es zunächst noch am Selbstbewusstsein des Jungen, das jedoch durch die Begegnung mit einem Klassenkameraden, der nichts als Kriegsspiele im Sinn hat, eine unerwartete Bestärkung erfährt. Schickert ist sehr angetan davon, dass der Autor die Geschichte nicht nur "leicht und witzig" erzählt, sondern auch "nur wenige Worte für ausdrucksstarke Szenen" benötigt. Dabei zeige sich der Autor sehr nah an der Empfindungswelt der jungen Leser. Auch die karikierenden und grotesken Illustrationen gefallen ihr. Slabbynck und Verplancke erweisen sich ihrer Ansicht nach hier im Duo als "Bonbon der gegenwärtigen Kinderliteratur". Schickert weist auch darauf hin, dass die Regeln der Tour de France im Schlußkapitel "verständlich erklärt" werden.
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