Leanne Shapton

Bahnen ziehen

Cover: Bahnen ziehen
Suhrkamp Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783518464021
Gebunden, 325 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Sophie Zeitz. Der Geruch von Chlor durchweht dieses Buch, die Rufe des Trainers hallen darin wider. Junge Menschen auf dem Sprung zum großen Traum: Teil des olympischen Schwimmteams zu werden. Selbst jenseits des Beckens noch ist ihr Leben, sind ihre Gespräche und Träume, ihre Essgewohnheiten und Liebesbeziehungen geprägt vom Rhythmus des Trainings und ihren sportlichen Ambitionen. Doch wo hat die Faszination für das Schwimmen ihren Ursprung? In den Kinderbüchern? Den Familienausflügen ans Meer? Und was ist heute, wo ganz andere Dinge ihr Leben bestimmen, von dieser Faszination noch übrig? Leanne Shapton, damals selbst Teil der Schwimmmannschaft, geht diesen Fragen nach - Bahn um Bahn. So ist aus sehr persönlichen Momentaufnahmen zwischen Selbstdisziplin und Selbstfindung ein Panorama des Erwachsenwerdens entstanden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.01.2013

Was ist das nur für ein Buch?, fragt sich Hans-Peter Kunisch und meint das als Kompliment. Was die ehemalige Leistungsschwimmerin Leanne Shapton über das Element Wasser und ihr Leben darin aufschreibt, scheint Kunisch auf sehr leichte Weise zu verzaubern. Doch Vorsicht, das lockere Erzählgerüst trägt laut Rezensent durchaus Schwerblütiges. Über das etwa, was das Leistungsschwimmen mit einem macht. Darüber berichtet die Autorin einfühlsam, intelligent und mitunter sehr persönlich, freut sich Kunisch, der auch die Übersetzung lobt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2012

Hymnisch bespricht Rezensentin Sandra Kegel Leanne Shaptons zweites Buch "Bahnen ziehen", das ihr als "zauberhafte" Erzählung, illustrierter Roman, "reizvolles Kunstbuch" und poetische Reflexion über ein Sportlerleben erscheint. Gebannt folgt die Kritikerin den Schilderungen der Kanadierin, die hier von harten Trainingsstunden, Wettkämpfen, Einsamkeit und Schmerzen in ihrer Kindheit als Leistungsschwimmerin erzählt. Doch ist dies kein chronologischer Erlebnisbericht, sondern offenbar eine eher poetische Mischung aus Text und Bild. Gerüchen und Materialen werden ebenso beschrieben wie das Wasser selbst. Dann wieder geht es um Vorbereitungen für einen Wettkampf. Aber immer hat die Sprache "lyrische Dichte", meint Kegel, der nicht zuletzt auch imponiert, wie wenig im Leistungssport gejammert wird.

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