Joachim Kuhn, heute praktisch vergessen, besorgt den Sprengstoff, mit dem die Männer des 20. Juli vergeblich versuchen, Hitler in die Luft zu sprengen. Nach dem gescheiterten Attentat gerät er an der Ostfront in sowjetische Gefangenschaft. Die nächsten elf Jahre verbringt er in Kerkerhaft. Als er 1956 entlassen und in die Bundesrepublik abgeschoben wird, ist er ein gebrochener Mann. Seine Gesuche auf Entschädigung werden von deutschen Gerichten abgelehnt. Vereinsamt und geistig verwirrt lebt er mit seinem Schäferhund in einem Zimmer zur Untermiete, bis er 1994 stirbt. Peter Hoffmann hat die bewegende Geschichte des Mannes, der zum Opfer von zwei Diktaturen wurde, rekonstruiert und dem vergessenen Helden ein literarisches Denkmal gesetzt.
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