Konstanze von Schulthess

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg. Ein Porträt

Cover: Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg. Ein Porträt
Pendo Verlag, München, Zürich 2008
ISBN 9783858426529
Gebunden, 223 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Mit 32 zum Teil farbigen Bildtafeln. "Ich habe eine schlimme Nachricht für euch, eröffnet eine Mutter ihren vier Kindern. Euer Vater ist letzte Nacht erschossen worden." Es ist der 21. Juli 1944. Die Frau, die so zu ihren Kindern spricht, heißt Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg. Und sie ist schwanger. Schwanger mit der jüngsten Tochter Konstanze von Schulthess, die im Gefängnis geboren wurde, wo die Mutter nach dem Attentat inhaftiert saß. Nun hat sich die Tochter erstmals behutsam an das Leben ihrer Mutter angenähert. Entstanden ist die persönliche Würdigung einer Frau, die sich auszeichnete durch Bescheidenheit, Haltung und Respekt und die vor und nach dem Attentat ein ungewöhnliches Maß an innerer Stärke bewies.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.08.2008

Peinlich, lächerlich, kitschig und naiv: SZ-Kritikerin Franziska Augstein liefert einen Totalveriss von Konstanze von Schulthess' Porträt der Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg. "Höchst subjektive" Erinnerungen der Stauffenberg selbst - in den sechziger Jahren festgehalten -  bilden die Grundlage dieses Porträts. So weit, so belanglos. Richtig ärgerlich findet Augstein, in der verklärenden Bearbeitung der Tochter ständig von der "unvorstellbaren" oder "übermenschlichen" Haltung der Gräfin zu lesen. Dass diese im Gestapo-Verhör nach dem gescheiterten Attentat schwieg, führt die Rezensentin eher auf Unwissenheit denn auf Heldenmut zurück. "Lächerlich" und "peinlich" wird das Buch laut Augstein dort, wo die Bemühung, nach Kriegsende alten Familienbesitz zurückzuholen, zur "grandiosen Tat" werden solle. Nach dieser anstrengenden Lektüre ist Franziska Augstein froh, dass der deutsche Adel nicht mehr stilbildend wirkt.

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