Nicola Gardini

Latein lebt

Von der Schönheit einer nutzlosen Sprache
Cover: Latein lebt
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2017
ISBN 9783498025397
Gebunden, 304 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Als Kind dachte Nicola Gardini, seine Mutter spräche perfekt Latein, weil er sie Ave Maria und Pater Noster beten hörte. Erst viel später hat sie ihm gebeichtet, dass sie sonst kein Wort Latein kann. Gardini beschreibt seinen Zugang zur lateinischen Literatur als persönliches Erweckungserlebnis, das ihm schon früh eine neue Welt erschlossen hat. Sein unterhaltsames Buch liefert kein verzweifeltes Plädoyer für das Schulfach Latein und die Bedeutung seiner Grammatik. Nicola Gardini zeigt vielmehr, dass wir nie aufgehört haben, Latein zu sprechen. dass wir unsere Gegenwart kulturell und literarisch nur verstehen können, wenn wir wissen, wo wir herkommen: Er geht Metaphern auf den Grund, er erklärt anhand eines Textes von Cato über das Pökeln das Futur oder analysiert ein Gedicht von Catull über den Tod eines Spatzen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.02.2018

Als Liebeserklärung an das Lateinische hat der selbst an der TU Chemnitz Latein lehrende Literaturkritiker Burkhard Müller Nicola Gardinis Studie gern gelesen. Die Schönheit der Sprache kann ihm der italienisch-britische Philologe mit zahlreichen Zitaten in Originalsprache, aber auch in rührenden Anekdoten über die Begegnung und die lebenslange Auseinandersetzung mit dem Lateinischen gut vermitteln. Dass Gardini sein Buch jedoch auch als "Plädoyer" für die Sprache anlegt, kann der Kritiker nicht nachvollziehen: Von Nutzen, Krise, Eigenheiten und Zukunft des Lateinischen erfährt er hier nicht viel - und so dürfte die Leserschaft eine überschaubare sein, glaubt er.
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