Herausgegeben im Auftrag des Instituts für deutsche Geschichte Universität Tel Aviv von Moshe Zuckermann mit Beiträgen von Michael Werz, Detlev Claussen, Shulamit Volkov, Wolfram Stender, Marek A. Cichocki, Victor Karady, Michael Müller, u.a. Wie sehr die Transformationsprozesse der Moderne von Prämodernem, das radikal Neue von Traditionellem, Demos von Ethnos und das Säkulare von Religiösem durchzogen sind, diskutierten deutsche, israelische, ungarische und polnische Historiker, Soziologen sowie Politikwissenschaftler am Institut für deutsche Geschichte Tel Aviv im Juni 2001. Sie trafen sich im Rahmen einer Konferenz die sich mit dem Thema "Ethnizität, Moderne und Enttraditionalisierung" auseinandersetzte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.06.2002
Der vorliegende Sammelband beschäftigt sich mit Ethnizität und der mit "tth" zeichnende Rezensent referiert zwei Beiträge daraus. Im ersten Beitrag, so "tth", unterscheidet Michael Wertz zwischen europäischer und amerikanischer Ethnizität. Während Europa die Kultur "ethnisiere", werde in den Vereinigten Staaten eine "Kulturalisierung der Ethnie" betrieben. Das bedeutet laut Wertz, dass das "Amerikaner-Sein" sich über "individuelle bürgerliche Rechte" definiert und dass dadurch Spannungen mit der ethnisch orientierten Selbstdefinition der Minderheitengruppen entstehen. Der zweite Beitrag, so der Rezensent, beschäftigt sich mit dem Begriff "Ethnonationalismus" und dessen Ursprung im "völkischen Nationalismus" des 19. Jahrhunderts. Für den Autor Wolfram Stender sind beide Nationalismen "attraktiv", da die Zugehörigkeit von Geburt an gewährleistet ist, so der Rezensent, doch Stender nennt beide Formen "staatsfeindlich", da sie nicht "an der Nation als politische Einheit interessiert sind".
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