Das Phänomenale Bewußtsein ist seit Jahren Gegenstand von zentralen Auseinandersetzungen in der Philosophie des Geistes: Ist es möglich, die konkreten Qualitäten z. B. von Schmerzzuständen oder Farbempfindungen naturwissenschaftlich adäquat zu erklären, oder wird hier auf Dauer eine "Erklärungslücke" bleiben? Besonders gute Voraussetzungen für eine Lösung dieses Problems scheint die Identitätstheorie zu bieten, die nicht zuletzt aus diesem Grunde neuerdings wieder an Bedeutung gewonnen hat. Die vorliegende Sammlung gibt zunächst anhand mittlerweile klassischer Aufsätze von U. T. Place, Kripke und Levine einen kurzen Überblick über die Vorgeschichte der gegenwärtigen Auseinandersetzung. Der Hauptteil enthält dann aktuelle Originalbeiträge, die dem Leser einen umfassenden Überblick vermitteln über den aktuellen Stand der Diskussion zu Problemen von Identität und Phänomenalem Bewusstsein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.10.2002
Die heute (wieder) gängige Theorie des Zusammenhangs von Leib und Seele unterstellt beider Identität. Bewusstsein und Vorgänge im Gehirn sind, so die Annahme, ein und dasselbe, nur aus verschiedener Perspektive. Der Unterschied freilich, die "Erklärungslücke", die sich an der Frage nach dem genauen Zusammenhang auftut, ist bis heute - das zeigt, wie die Rezensentin Manuela Lenzen feststellt, dieser Band - keineswegs beseitigt. Die hier versammelten Denker stellen einerseits vielerlei Gedankenexperimente an und probieren Denkbarkeiten aus - andere jedoch fragen sich, ob es überhaupt sinnvoll sein kann, nach Erklärungen zu verlangen. Lenzen lobt den Band als "vielseitig" und lobt besonders den letzten Beitrag als "spannend", der die Evidenz der zum Vergleich herangezogenen Beispiele aus den Naturwissenschaften in Frage stellt.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…