Michael Heymel

Martin Niemöller

Vom Marineoffizier zum Friedenskämpfer
Cover: Martin Niemöller
Lambert Schneider Verlag, Darmstadt 2017
ISBN 9783650401960
Gebunden, 320 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

Als führende Gestalt im Kirchenkampf gegen Hitler, als profilierter Vertreter des bundesdeutschen Protestantismus und als streitbarer, gegen die deutsche Wiederbewaffnung aufbegehrender religiöser Pazifist gehört Martin Niemöller (1892-1984) heute zu den bekanntesten Kirchenmännern des 20. Jahrhunderts. Dass er zum Mann des Widerstands, zum Friedenskämpfer und kirchlichen Nonkonformisten wurde, war freilich alles andere als selbstverständlich. Der kaiserliche Marineoffizier und U-Boot-Kommandant, der Pfarrer in der Weimarer Republik teilte die deutschnationalen Auffassungen und antidemokratischen Ressentiments vieler seiner Zeitgenossen - bis die nationalsozialistische Diktatur und ihr Kampf gegen das Christentum Niemöller dazu brachten, sich aus den überkommenen Denkmustern des obrigkeitstreuen Nationalprotestantismus zu lösen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2017

Wolfgang Huber wägt die profunde Quellenkenntnis des Autors Michael Heymels in Sachen Niemöller gegen die historische Einordnung durch den Biografen ab. Letztere kommt leider zu kurz, meint der Rezensent und nimmt Matthias Schreibers Niemöller-Biografie zur Hand. Huber kritisiert auch, dass der Autor Niemöllers Weg von der Marine zur Kanzel nicht genau genug schildert. Und als "radikalen Pazifisten", wie es Heymel macht, möchte er Niemöller auch nicht bezeichnen. Ein Plus der Biografie erkennt der Rezensent hingegen darin, dass der Autor die Rolle Niemöllers als Kirchenführer einbezieht, auch wenn sein Versuch, die Richtigkeit von Niemöllers Standpunkten für die Gegenwart zu beweisen, nicht immer erfolgreich ist.
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