Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.08.2002
Karl Jaspers, seit seiner "Allgemeinen Psychopathologie" von 1913 eine der bedeutendsten Autoritäten der deutschen Psychiatrie und Psychologie, war alles andere als ein Freund der Psychoanalyse. Mit jeder Auflage des Werks wurde seine Kritik schärfer. Matthias Bormuth verfolgt die Spur der Auseinandersetzung mit Freud in Jaspers' Werk und zeigt, wie er Kierkegaard und Nietzsche gegen ihn ausspielt. Zugleich versucht er aufzuzeigen, wie die Ablehnung der Psychoanalyse mit einer Orientierung in Richtung Max Webers einhergeht. Die Studie basiert auch auf einer Analyse des Nachlasses von Jaspers, die Notiz (Autor: upj) verzichtet auf jede Wertung.
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