Mathias Bröckers

Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11. September

Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 9783861504566
                         , 360 Seiten, 12,75 EUR

Klappentext

Als am 11.9.2001 wie aus heiterem Himmel Flugzeuge das World Trade Center und das Pentagon angriffen, waren Amerika und die Welt entsetzt über die Heimtücke dieses Anschlags. Und sofort standen die Täter und der Feind fest: Osama Bin Laden und seine islamistische Al Quaida. George W. Bush verkündete den Weltkrieg gegen den "internationalen Terrorismus", für den es vorher kaum Unterstützung gegeben hätte. Inzwischen mehren sich die Indizien: Die US-Regierung war über den Angriff vorinformiert...

Im Perlentaucher: Rezension Perlentaucher

"Die Saudi Bin Laden Group, die Investmentfirma von Osama und den 40 Räubern (oder waren es 24 Brüder?, egal...), hat Ende Oktober 2001 ihren 2,5 Millionen Dollar Anteil an der Carlyle Group verkauft. Da gerade jetzt die Geschäfte des größten Investors in die Rüstungsindustrie prosperieren, können es keine ökonomischen Gründe gewesen sein, die den Familienclan des angeblichen Topterroristen zu diesem Schritt bewogen haben. Vielmehr dürften die Saudi-Milliardäre von einem der Repräsentanten der Carlyle Group, George Bush sen., dazu aufgefordert worden sein: Gar zu offensichtlich soll die Peinlichkeit der engen Geschäftsverbindungen des Bush- und des Laden-Clans jetzt nicht werden. Sie sind nur die Spitze eines Eisbergs, in dem die lange Verbindung sowohl der beiden Familien als auch der US-Geheimdienste mit islamistischen Terroristen eingefroren ist." Es folgen sechs Seiten mit detaillierten Angaben zu den Verflechtungen der Firmen der einen wie der anderen Seite. Mathias Bröckers hat diese Informationen im Internet gefunden...
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.10.2002

"Bröckers ist polemisch im Stil, eher zurückhaltend in der Sache", schreibt Jürgen Busche und beschreibt, was der Autor in monatelanger Internet-Recherche an Ungereimtheiten der schnell offiziell werdenden Version der Ereignisse vom 11.9. herausgefunden hat. Busche hebt dabei die "Geschäftsbeziehungen, die zwischen den Familien Bush und bin Laden bestanden haben" ebenso hervor wie das "Muster" Pearl Harbour, das laut Bröckers zumindest beweise, dass der amerikanische Geheimdienst schon einmal von einem bevorstehenden Angriff gewusst und aus politischem Kalkül "zweitauend tote Matrosen" hingenommen habe. Ob Busche von Bröckers Argumenten überzeugt ist? Jedenfalls ist ihm offenbar sympathisch, dass der Autor "die großen Zeitungen, die Rundfunk- und Fernsehprogramme mit Verdruss zur Kenntnis" nimmt, aber bei allem "kein Pessimist" ist, weil er auf die "Möglichkeiten des Internet" vertraut, die "mehr genutzt würden, als man gemeinhin glaubt".
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 01.10.2002

Schon 42.000 mal habe sich dieses Buch verkazft, schreibt Bernd Pickert gleich zu Anfang zu Rezension und stellt fest: "Zweifeln ist in." Woran Matthias Bröckers zweifelt, wird schon im Titel klar: an allen Theorien, die in den Medien schnell als Tatsachen dahergekommen sind, darüber, wer für die Anschläge gegen das World Trade Center verantwortlich ist. Bröckers eigene Theorie ist eine der Verschwörung von Seiten Bushs und der CIA, über die er vermutet, sie hätten wegen eines verweigerten Ölpipelinebaus einen Anlass für einen Krieg gegen das Taliban-Regime in Afghanistan gebraucht. Bernd Pickert meint, dass selbst wenn man diese Theorie "für ausgemachten Blödsinn hielte", all die Ungereimtheiten und "Nebenfragen", die Bröckers in seinem Buch stellt, spannend zu lesen seien. Ob mit Hilfe der "theoretischen Einführung über die Entstehungsgeschichte und die Nachteile von Verschwörungstheorien" auch die des Autors kritisch zu hinterfragen sei, darüber gibt Rezensent Pickert leider keine Auskunft.