Mit Beiträgen von Adonis, Jörg Armbruster u. a.. Die entsetzlichen Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die Welt geschockt wie kaum ein zweites Ereignis in der jüngsten Geschichte. Die neue Form des internationalen Terrorismus führte zu weitreichenden weltpolitischen Veränderung die mit dem Afghanistankrieg ihren Anfang nahmen und deren langfristige Auswirkungen noch nicht eindeutig erkennbar sind. Eine weitere Destabilisierung des Nahen Ostens und der arabisch-islamischen Welt sowie eine tiefer werdende Kluft zwischen dem westlichen Wertesystem und dem Islam zeichnen sich jedoch als Resultate der Anschläge und des Militäreinsatzes gegen das Taliban-Regime bereits ab. Mit dem Buch "Ein Tag im September" erscheint nun eine umfangreiche kritische Gesamtdarstellung über die Hintergründe der Anschläge sowie deren weitreichende Auswirkungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 09.09.2002
Martin Hartmann bespricht drei Sammelbände, die sich mit den Terroranschlägen von 11. September 2001 beschäftigen und sieht sie als Repräsentanten der bereits nach einem Jahr auf Hochtouren laufenden "Theoriemaschine". Mit Abstand am besten hat ihm dieser Band mit 26 Aufsätzen gefallen. Besonders lobenswert erscheint dem Rezensenten, dass sich die Autoren zumindest Mühe geben, sich "die andere Seite" anzugucken. In den "gut lesbaren" Texten werden unterschiedliche Standpunkte analysiert, lobt Hartmann. Seiner Ansicht nach erheben die Autoren "keinen Anspruch auf theoretische Durchdringung" der Geschehnisse. Doch die "Momentaufnahmen", die sie in den Aufsätzen bieten, erscheinen ihm "hilfreich", um die komplexen Voraussetzungen zu verstehen, die zu den Terroranschlägen geführt haben.
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