"Not one inch eastwards - nicht einen Schritt weiter nach Osten." Mit diesen Worten schlug US-Außenminister James Baker Gorbatschow im Rahmen der Verhandlungen um die deutsche Wiedervereinigung einen hypothetischen Handel vor: Ihr gebt euren Teil Deutschlands frei, wir verrücken die Nato nicht nach Osten. Seitdem ranken sich um dieses Gespräch zahlreiche Legenden und Kontroversen. Gab es ein Versprechen des Westens, sich nicht auszudehnen? Und wie kam es zu der heute so umstrittenen Nato-Osterweiterung? Mary Elise Sarotte hat Unmengen von Archivmaterial durchforstet, um eine der großen politischen Streitfragen unserer Zeit zu klären. In ihrem grundlegenden Buch führt sie in das entscheidende Jahrzehnt zwischen dem Mauerfall und dem Aufstieg Putins. Dabei zeigt sie, warum es nicht zu einer neuen Sicherheitsarchitektur für Europa kam und wie damals die Saat gelegt wurde für die Spannungen, die unsere heutige Welt bestimmen.
Der Tagesspiegel und die FR interviewen die amerikanische Historikerin Mary Sarotte über die Verhandlungen zur NATO-Ost-Erweiterung in den 1990ern, über die sie jüngst ein Buch veröffentlicht hat. Der Vertrag sah letztendlich ein Versprechen der USA vor, die Ukraine nicht aufzunehmen, Russland kassierte überdies noch Geld, erklärt Sarotte im FR-Interview mit Michael Heese. Unser Resümee
Der Zwei-plus-Vier-Vertrag erlaubt es der Nato, sich nach Osten auszudehnen, auch wenn Russland das anders sieht, sagt die Historikerin Mary Elise Sarotte im t-online-Gespräch: "Russland beruft sich auf mündliche Aussagen, nennen wir es meinethalben ein mündliches Gentlemen's Agreement. Auf der anderen Seite haben wir Zwei-plus-Vier, ein schriftliches Vertragswerk." Unser Resümee
"Wer die Schuld einfach bei der Nato sucht, wird bei mir nicht fündig", sagt die Historikerin Mary Elise Sarotte im Gespräch mit Elisabeth von Thadden von der Zeit. Unser Resümee
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