Herausgegeben von Ulrich von Bülow. Mit einem Essay von Odo Marquard. Im Wintersemester 1936/37 liest Martin Heidegger mit Studenten Schillers Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen. Es erscheint nun die Seminar-Mitschrift von Wilhelm Hallwachs. Gerade der Charakter der Mitschrift lässt den Denker und Lehrer Heidegger besonders lebendig werden. Die Edition von Ulrich von Bülow bietet neben Anmerkungen und Quellenbericht zwei besondere Zugaben: den 19. und 20. der Briefe über die ästhetische Erziehung als Faksimile nach dem Handexemplar Heideggers mit dessen handschriftlichen Randbemerkungen sowie, ebenfalls faksimiliert, ein Referat über Dürers Hasen, das Werner Körte im Rahmen von Heideggers Seminars gehalten hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2005
Zurückhaltend betrachtet Rezensent Jürgen Kaube diese Seminarmitschrift zu einer Lehrveranstaltung Martin Heideggers über Schillers "Briefe über die ästhetische Erziehung" aus dem Jahr 1936. Die Frage, die Schiller mit seinen Briefen eigentlich zu beantworten sucht, behandelt Heidegger nach Ansicht Kaubes nur beiläufig. Auch am zentralen Begriff der Erziehung zeige er kein besonderes Interesse. Stattdessen konzentriere er sich ganz auf jene Passagen Schillers, die sich als Kant-Kommentar und Beginn der idealistischen Philosophie lesen lassen. Kritisch sieht Kaube den Seminarstil Heideggers, dem er einen "stark deklarativen Charakter" zuschreibt. Die Studenten kämen in erster Linie als Protokollanten der Sitzungen vor und würden nicht an Schillers schrittweise Argumentation herangeführt, sondern mit schwierigen Sätzen, ausgewählten Fußnoten und eigenwilligen Beispielen konfrontiert.
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