Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.06.2002
Mit seinem kurzen biografischen Essay entreißt Ludger Lütkehaus den stets im Schatten von Nietzsche stehenden Paul Rée der Vergessenheit, freut sich Rezensent Hubert Treiber. Er hebt hervor, dass insbesondere Rées zeitweilige Arbeits- und Lebensgemeinschaft mit Nietzsche die schwierige Frage nach dem wechselseitigen Einfluss der beiden Autoren aufwirft. Nach Lütkehaus ist die Bedeutung Rées für Nietzsche weit größer als es die Nietzsche-Forschung wahrhaben will, berichtet Treiber. Treiber nimmt dagegen mit Aldo Lanfranconi an, dass Nietzsche sich Gedanken von Rée einverleibt hat in dem Sinne, dass Nietzsches Texte Palimpsesten gleichen, bei denen unter der oberen lesbaren Schicht Auseinandersetzungen mit zeitgenössischen Texten zu finden sind. Der Rezensent lobt insbesondere die Anschaulichkeit, mit der Lütkehaus die Kontinuität im Denken Paul Rées herausarbeitet. Leider kommt nach Ansicht von Treiber die jüdische Herkunft Paul Rées etwas zu kurz - was allerdings der einzige Kritikpunkt des Rezensenten bleibt.
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