Lothar Späth

Was jetzt getan werden muss

Seitenblicke auf Deutschland
Cover: Was jetzt getan werden muss
Hohenheim Verlag, Stuttgart 2002
ISBN 9783898500593
Gebunden, 264 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Hat sich die politische Tagesordnung in Deutschland nach den Terroranschlägen in Amerika und ihren weitreichenden Folgen prinzipiell geändert? Oder sind nur andere Probleme in den Vordergrund gerückt, ohne daß sich die Themen, die vor den Anschlägen diskutiert worden sind, erledigt hätten? Lothar Späth ist zwar der Meinung, daß vor uns ein langer Weg liegt, um den internationalen Terrorismus zu überwinden. Sie dürfen aber seiner Ansicht nach nicht als Ausrede dafür herhalten, bei dringenden Fragen innerer Reformen einfach die Hände in den Schoß zu legen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2002

Die Rezensentin Karen Horn freut sich über diese Neuveröffentlichung eilig zusammengestellter Kolumnen, Reden und Vorträge des Lothar Späth vor der Bundestagswahl. Die Leser hätten nun die Möglichkeit, ihren möglicherweise zukünftigen Wirtschaftsministers Lothar Späth und seine Vorstellungen zur Entwicklung der Wirtschaftspolitik "flott und anregend" vor Augen gebracht zu bekommen. Zentrales Thema des Wahlkampfes sei der Abbau von Regulierungen im Arbeitsmarkt: Abschaffung des Job-Aqtiv-Gesetzes, mehr Eigenverantwortlichkeit und Befreiung der Privatinitiative, lauten die in den Lösungsvorschlägen teilweise "nebulös" bleibenden Forderungen, fasst die Rezensentin zusammen. Als "Cleverle" bezeichnet Horn Lothar Späth, wenn er mit bestechend einfachen Ideen kommt: So zum Beispiel den Mittelstand und Industrie über "technologische Cluster" bedarfsgerecht neu aufzubauen - Kostenpunkt: eine halbe Million Euro. Horn ist überzeugt, dass Späth als Politiker einen handlungsfähigen Staat gegen die drohende Dominanz der Wirtschaft verteidigen würde. Für das Europa-Parlament möchte Späth jedoch keine Ausweitung der Kompetenzen, sondern ein "freiwilliges Kerneuropa", das der verbindenden Kraft der Kultur verstärkt Beachtung schenken sollte, zitiert die Rezensentin.